Canyonlands Nationalpark, USA
 
 
 
Landesflagge

Arches und Canyonlands Nationalpark

 
Samstag, 10. Oktober 2009
03:15 Uhr
Landscape Arch

Temperaturschock nach zwei Tagen. Soeben hatten wir noch 10cm Schnee auf unserem Fahrzeug und schon ist es wieder über 30 Grad heiss. Wir befinden uns mitten in der Wüste, in einer unwirklichen Landschaft mit unglaublichen Sandsteinformationen. Der Süden ist definitiv erreicht, kurze Hosen, Sonnenbrille und Sonnencreme sind wieder angesagt.

Unser erster Halt war beim kleinen Arches Nationalpark, berühmt für seine Sandsteinbögen. Die berühmtesten Felsenformationen (engl. Arches), die jeder sicher sicher schon mal auf einem Foto gesehen hat, ist der DeDelicate Archlicate und der Landscape Arch. Alle Bogen sind durch Wanderwege, einfach erreichbar. In der Sommerhitze wäre das Wandern ein wenig schwerfällig, aber wir sind ja wieder einmal zum besten Zeitpunkt im Park, im Herbst bei angenehmen Temperaturen und wenig Touristen.

In der Touriinfo wollten wir eine Campingbewilligung für die nächste Nacht holen, um irgendwo im Backcountry vom Nationalpark übernachten zu können. Der Ranger fragte beim Ausfüllen des Formulars, was wir denn für ein ABackcountry Campinguto und Kennzeichen haben. Als er hörte, dass wir mit einem Landcruiser unterwegs sind, wollte er spontan unsere nächsten Tage in einem anderen Nationalpark planen. Er erzählte uns, dass es im Canyonslands Nationalpark, unweit vom Arches Nationalpark, eine 4x4 Strecke gäbe, die durch mitten durch den Canyon führe. Dort sei das Backcountry campieren anscheinend "viel schöner". Wir stimmten seinem Vorschlag zu, forderten ihn dann aber auf, trotzdem noch unsere Bewilligung fertig auszufüllen, da wir ja zuerst noch den Arches Nationalpark sehen wollten.

Nach einer wunderschönen Nacht, inmitten von Arches, folgten wir des Rangers Rat und machten uns auf den Weg zum Canyonlands Nationalpark. Wir erhielten in der Information unsere BewilligTrudi vor dem Canyonungen für drei Nächte auf der 153km langen 4x4 Strecke. Da wir unsere Tour aber erst am darauf folgenden Tag beginnen konnten, besichteten wir den Canyon zuerst einmal von oben. Die Schotterstrasse, ca. 800m unter uns sah eigentlich ganz friedlich aus und wir machten uns keine allzu grossen Gedanken für unser Vorhaben. Am nächsten Tag gings los. Ich freute mich im Gegensatz zu Marion auf die "Steep Sections", die uns der Ranger auf der Karte extra eingezeichnet hat. Das sind steilere Abschnitte, die aber unserer Meinung nach mit unserem Landcruiser problemlos zu bewältigen sein sollten. Als wir die ersten 20cm hohen Felstreppen im wirklich steilRampenbau mit Steinenen Gelände vor uns hatten, war die Begeisterung schon ein wenig gesunken. Ein Rumpel, das Trudi mächtig durchgeschüttelt, alle Bücher auf dem Boden, aber die Passage erfolgreich bewältigt! So gings weiter die nächsten Tage. Die Treppen wurden höher, sodass wir mit Steinen Rampen bauen mussten, um die nun 50cm zu bewältigen. Natürlich im steilen Gelände, versteht sich. Die Motivation sank und die verbleibenden Kilometer, wurden immer länger und länger. Nach vier Tagen hatten wir genug und wir waren frohMarion im Slot Canyon, als wir wieder Asphalt unter unseren Rädern hatten. Wir haben die Amis ehrlich gesagt ein wenig unterschätzt. Wenn sie 4x4 meinen, dann ist's definitiv auch 4x4! Unser Fahrzeug war uns schlichtweg zu schade, da wir ja noch die ganze Strecke bis nach Südamerika machen wollen.

Auf jeden Fall war der Trip im Canyon ein grosses Abenteuer und wir haben viele gute Erfahrungen gemacht, die wir vielleicht später brauchen können. Wir hatten die schönsten Nachtplätze unserer Reise und die Kletterei im Slot Canyon, die Wanderungen entlang des Green- und Colorado Rivers, sowie die Besichtigung der Arches waren eine wunderschöne Abwechslung zur holprigen Fahrt.

 

Reaktionen

21. Oktober 2009
15:35 Uhr
Claudia Hobi

Also jetz hani grad fascht ä bitzli wägem Trudi müäsä gräggä. Dass iähr das armi Fräulein grad ä so hinn müässä strapazierä...
Aber sowieso: Hoi mitänand. Iäch liesä euri Bricht immer mit Freudä (usser hüt, wägem Trudeli) und d’Fotnä sinn - ja wiä söll i sägä - eifach ubeschrieblich schü. Irgendwiä grad namol zum Gräggä.
Machen’s guät und bis ä anders Mol.
Claudia

23. Oktober 2009
15:59 Uhr
Familie Meier

Liebä Mario
Ä Superbricht häsch do wieder gschriebä. Und d`Fotenä sind au - wie immer - u schü. Iech dörf nid dra dinggä an Euri 4x4 - Fahrt. Aber anderersiets isch es schü, dass sich z`Trudi so bewährt hät. Ä bitzli zur Beruehgig.
Gib der Marion ä Schmutz vu mier.
Dolores

25. Oktober 2009
04:53 Uhr
Mario

Schön, dass eu mini Föteli gfalled. Soso, grad zum brüelä üserä Bricht, so schlimm isch es aber doch nid gsi. Aber mir hen würkli gnuäg vo denä 4x4 Strecknä und s’Trudi glaub au…

 
 

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