Auf den Galapagos Inseln
00:09 Uhr
Bereits zu Hause interessierten wir uns ganz besonders für die Galapagos Inseln. Wir durchsuchten das Fernseh-Programm Heftchen nach Dokumentarfilmen über diese wunderschönen Inseln und schauten uns Fotos im Internet von anderen Reisenden an. Eine Reise zu den Galapagos Inseln wurde zu unserem Traum, denn wir wollten unbedingt diese faszinierende Tier- und Plfanzenwelt einmal vor Ort erkunden. Und nun wurde dieser Traum wahr! Zusammen mit unserem langersehnten schweizer Besuch, meiner Mutter Dolores und unseren Freunden, Kevin und Ursi machten wir eine achttägige Kreuzfahrt zu verschiedenen Inseln.
Die weltberühmten Galapagaos Inseln liegen ca. 1000km vom ecuadorianischen Festland entfernt und erwachsen seit knapp 4 Millionen Jahren aus Feuer speienden Vulkanen. Die westlichen Inseln sind auch heute noch vulkanisch aktiv. Dank den strengen Auflagen des Nationalparkes
sind aber nur 20 der 121 Inseln für geführte Touristenbesuche freigegeben. Da die Inseln teilweise sehr weit voneinander entfernt sind, bietet eine Kreuzfahrt von einer Insel zur anderen die beste Möglichkeit, die aussergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt zu erkunden. Doch bevor wir unseren schweizer Besuch in Empfang nehmen und die Kreuzfahrt starten konnten, legten Mario und ich noch ein paar Tauch- und Schnorcheltage ein. Wir flogen drei Tage früher auf die Galapagos Inseln und konnten von Puerto Ayora aus Tagesausflüge unternehmen. Während den beiden Tagen tauchte Mario bei North Seymour und Gordon's Rocks und ich erkundete die Unterwasserwelt mit Taucherbrille und Schnorchel. Kein Wunder, dass das riesige Marinenreservat Galapagos zu den besten Tauchplätzen der Welt zählt. Wir begegneten zahlreichen grünen Meeresschildkröten, Weissspitzhaien, wunderschönen tropischen Fischschwärmen und verschiedenen Rochenarten. Mario hatte sogar das Glück und sah bei einem Tauchgang in Gordon's Rock gegen die 20 Hammerhaie.
Nach den gelungenen Tauchausflügen waren wir schon absolut begeistert von den Galapagos Inseln und freuten uns umso mehr auf die bevorstehende Kreuzfahrt. Gespannt warteten wir am Flughafen der Insel Baltra auf unseren Besuch. Als aber aus dem ersten TAME Flugzeug keine Dolores, kein Kevin und kein Ursi ausstieg, wurden wir nervös. Doch kurz darauf war am Horizont ein weiteres Flugzeug ersichtlich und die Freude und Nervosität stieg nochmals unglaublich. Umso grösser war dann die Erleichterung, als wir die drei aus dem Flugzeug aussteigen sahen und wir uns kurz darauf, nach über einem Jahr in die Arme nehmen konnten. Vor lauter Aufregung vergassen Mario und ich uns bei der Kreuzfahrt - Führerin anzumelden, sodass sie uns überall suchen musste. Und so starteten wir kribbelig und nervös, aber überglücklich unsere Kreuzfahrt auf dem Schiff Tiptop Ⅱ.
Unsere Naturführerin war uns von Anfang an sehr sypmpathisch und auch das Schiff war sehr komfortabel ausgestattet, sodass wir uns sofort wohl fühlten. Während acht Tagen entdeckten wir neun verschiedene Inseln, wobei uns der Kapitän über Nacht von einer abgelegenen Insel zur anderen brachte. Die Vegetation auf den verschiedenen Inseln veränderte sich von kargen Vulkanlandschaften, über trockene Kakteen- und Buschinseln bis hin zu tropisch grünen Wäldern. Genau so abwechslungsreich war auch die Tierwelt. An einem Tag konnten wir den vom Aussterben bedrohten, riesigen Elefantenschildkröten
beim Fressen zuschauen. An einem anderen Tag waren wir auf einer typischen Vogelinsel und sahen drei verschiedene Tölpelarten, Fregattvögel und die riesigen Albatrosse. Einige Vögel sahen wir sogar mit ihren kleinen Küken. Die Landleguane und Meeresechsen, sowie auch die Seelöwen und die knallig roten Klippenkrabben waren jedoch immer wieder anzutreffen. Unter Wasser schnorchelten wir im kühlen Wasser mit den verspielten Seelöwen und liessen uns von der Ruhe der zahlreichen Meeresschildkröten beeindrucken. Mit etwas Glück sahen wir auch hie und da eine Stachelroche elegant über den Sand gleiten.
Viel zu schnell vergingen die Tage an diesem wirklich einmaligen Ort. Doch wie unsere Führerin so schön sagte: "Seid nicht traurig, dass es vorüber ist, seid glücklich und zufrieden, dass ihr es erleben durftet." Trotz Korruption, illegalem Fischfang und ständiger Ausbeutung hoffen wir fest, dass es dem Nationalpark weiterhin gelingen wird, diese wunderschöne Landschaft und einmalige Tierwelt für viele weitere Generationen zu erhalten. Bei uns wird der kommende Trip nicht weniger spannend und interessant. Während fünf Tagen hausieren wir in einer Lodge tief im Amazonas und wir sind gespannt, was uns dort im Dschungel alles erwartet.
Weitere Galapagos-Bilder findet ihr in unserer Ecuador Galerie
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