Auf der Carretera Austral in den Süden
17:19 Uhr
Entlang der berühmten Carretera Austral machten wir uns immer weiter in den Süden von Chile. Die von Pinochet in über zehn Jahren errichtete Strasse gilt heute als eine der schönsten Strassen Südamerikas. Der ursprüngliche Gedanke für den Bau der Strecke war die abgelegeren Regionen von Chile mit dem Rest des Landes zu verbinden. Die Strasse ist noch lange nicht vollständig erschlossen und viele Abschnitte sind immer noch einfache Schotterpisten. Weitere 25 bis 30 Jahre sind in Planung, um die fehlenden 935 Kilometer, ganz hinunter nach Feuerland zu erschliessen.
Der nördliche Teil der zurzeit rund 1'350 Kilometer langen Strasse schlängelt sich entlang des Pazifiks durch saftiggrüne, mit Fjorden durchzogene Landschaften. Das Klima ist sehr feucht und dementsprechend auch das Wetter. So fuhren wir zu Beginn die ganze Zeit im Regen entlang der wunderschönen Strecke, die unter anderem von riesigen Rhabarberpflanzen übersät war.
Als wir den feuchten Regenwald hinter uns liessen und in den mittleren Teil der Strecke, mit den hohen verschneiten Bergen gelangten, war das Wetter immernoch typisch patagonisch. Leider konnten wir deshalb unsere geplante Mehrtageswanderung im Cerro Castillo Reservat nicht unternehmen. Als wir aber beim Cerro Castillo Massiv vorbeifuhren, rissen die Wolken für einen kurzen Augenblick auf und wir konnten einen Blick auf die mächtigen Felstürme und dessen Gletscher werfen.
Je südlicher wir auf der Schotterstrasse fuhren, umso weiter und trockener wurden die Täler. Von den verschneiten Bergketten ging es langsam zu einer endlosen, hügeligen Steppe über. Wir waren im typischen Patagonien angelangt und bevor wir den argentinischen Grenzposten überquerten, bekamen wir bereits unsere ersten patagonischen Guanacos zu Gesicht. Weil die Strasse in den Süden auf der chilenischen Seite noch nicht erbaut ist, mussten wir zwingend einen Abstecher auf die argentinische Seite machen.
Nach einer erlebnisreichen Woche in Argentinien wollten wir unbedingt die Pinguine rund um Punta Arenas sehen. So fuhren wir schnurgerade nach Seno Otway, wo die Kolonie von rund 10'000 Magallanes Pinguinpaaren auf uns wartete. Morgenstund hat Gold im Mund. Ein weiteres Mal bewahrheitete sich dieses Sprichwort auf unserer Reise. Wir erwischten einen wunderschönen, sonnigen Tag, ohne Wind, was in Patagonien doch eher selten vorkommt. Die kleinen Pinguine posierten grossartig im morgendlichen Sonnenlicht und bei ihrem anschliessenden,
täglichen Gang zum Meer, reihten sie sich exakt hintereinander auf und watschelten dem kühlen Nass entgegen. Ich konnte meinen Finger nicht mehr vom Auslöser entfernen. Als die ersten Touristen gegen 10 Uhr am Pinguin-Gelände eintrafen, hatten wir bereits 400 Bilder auf der Speicherkarte, neuer Rekord!
Nun hoffen wir fest, dass dies noch nicht die letzten Pinguine auf unserer Reise gewesen waren.
Reaktionen
18:01 Uhr
Hoi iähr Zwei, endlich hani eurä Bricht gläsä. Im Winter bliiben bi miär gwüssni Sachä immer viel z’lang liggä. Jöh, sinn diä Pinguin süäss. Iäch mag diä Tier ganz bsunders, au ä bitzli, will gwüssni Lüt miär “Pingu” sägen.
Miäch nünnts Wunder, wöviel Bricht i na vu eu läsä cha, bevor iähr in d’Heimat zrugg chünn. Au für di nächscht Zyt alles Guäti.
Liäbi Grüäss
Claudia
16:54 Uhr
Hoi zämä
Miär hän gad euärä Bricht gläsä.Äs isch wahnsinig schön,z gseh und z läsä, was iär erläbän.Miär wünschän eu no ä schöni Zit, blibän gsund.Z Mami träümt ä fängs vu eu, jetz chöntändär langsam an euäräm langä Heiwäg äs End setzä.
Ganz liäbi Grüäss und bis bald Angela und Pina
18:20 Uhr
Hoi mitenand
Danke für eueri Kommentär. Vor zwei Täg sin mir vo üserä Antarktisrundreis zrugg cho und jetz isch es würkli sowiit: mir sin uf em Heiweg :-) Sin grad am d’Verschiffig ab Buenos Aires am Organisierä, s’duuret also nümä allzu lang.
Liebä Gruäss m&m’s
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