Auf der Yucatán Halbinsel
17:20 Uhr
Gemütlich sassen wir in einem Restaurant in Tulum und bestellten uns ein traditionell mexikanisches Essen. Plötzlich, völlig unerwartet bog schon wieder ein grüner Landrover um die Ecke ein und parkierte direkt neben unserem Auto. Wir mussten zwei, dreimal genau hinschauen, aber das Kennzeichen war definitiv aus Österreich und bestätigte, dass es dieses Mal nicht unsere Kollegen die Renolds waren.
Aus dem Auto stieg ein lustiges und offenes Pärchen aus, wir winkten ihnen zu, sie setzten sich zu uns und wir verbrachten einen lustigen Abend zusammen. Schon lange haben wir nicht mehr so gelacht, bei all den witzigen Reisegeschichten, die wir uns gegenseitig zu erzählen hatten. Schon seit einer Woche campiert nun "Trudi" neben "Andrew" an einem gemütlichen Strand direkt am Meer. Das Abenteuerleben hat uns so richtig gepackt, ist ja auch unglaublich was Stefan und Romana für einen Plunder dabei haben. Von Kayak, Kiteschirm, Fahrrad, Hängematte, Bodyboard, Longboard, usw. ist alles mit dabei. Wir konnten leider mit unserer
Kletterausrüstung am Strand wenig dienen, waren aber sehr erfinderisch und haben eine Slackline mit unserem Spanngurten aufgebaut. Die Männer verbringen die Tage mit viel Action und Spass, von Kayaksurfen, über Pfeilbogenschiessen bis hin zum Coco-Boccia spielen. Die Frauen hingegen nehmen's mit guten Büchern in der Hand ein wenig gemütlicher und lassen die Seele in den Hängematten richtig baumeln. Auch haben wir schon lange nicht mehr so gutes Brot gegessen. Das Schlangenbrot, gebacken über dem Feuer war schon eine geniale Abwechslung zum Toastbrot aus Mexiko. Aber das Schwarzbrot aus dem selbst gebauten Steinofen übertraf das Ganze nochmals richtig.
Eigentlich habe ich ja in meinem letzten Bericht versprochen, dass der nächste unserem Trudi gewidmet wird. Doch ganz nach der mexikanischen Mentalität mañana, mañana (morgen, morgen) müssen wir uns auf die Problembehebung noch ein wenig gedulden. Doch wie ihr ja bereits gelesen habt, fällt uns die Warterei kein bischen schwer. Die Yucatánhalbinsel ist wirklich das Land der karibischen Strände, der gigantischen Mayaruinen und bietet auch einiges an Tierbeobachtungen in der Wildnis oder im Meer. Natürlich wollten wir gleich alles sehen und erleben und so fuhren wir von Villahermosa entlang der wunderschönen Küste hoch nach Celestún, wo wir eine Flamingotour machten. Jedes Jahr kommen tausende von pinken Flamingos zu den
Lagunen von Celestún. Wir waren zeitich noch ein wenig zu früh dort, sahen aber auf unserer Tour doch ein flottes Grüppchen von über hundert Flamingos. Wir erfuhren von unserem Führer, dass die Flamingos momentan noch entlang der Küste Yucatáns verstreut seien. In den Monaten März und April kommt die grösste Kolonie Nordamerikas, über 20'000 Flamingos in Celestún zusammen, weil sie an diesem Ort die notwendige Nahrung finden. Weil es uns an diesem schönen Plätzchen so gut gefiel, legten wir noch ein paar Strandtage ein, bevor es dann weiter zur Mayaruine Chichén Itzá ging. Diese gewaltige Mayastadt, die einst von 40'000 Mayas bewohnt wurde, war sehr interessant. Besonders die riesige Pyramide El Castillo, die wir uns auch nachts bei der Lichtershow anschauten, war wirklich bewundernswert.
Bei einem Skypegespräch mit Mario's Mutter erfuhren wir, dass sich Konsti und Wursti aus Mels auch in Mexiko aufhalten würden.
Sofort schrieben wir ihnen eine SMS und siehe da, sie waren in Playa del Carmen, 40km weiter südlich von Cancún, wo wir uns aufhielten. Wieder mal ein Treffen mit Leuten aus der Heimat, das war ja lustig. In den Gässchen von Playa del Carmen verbrachten wir einen lustigen Abend zusammen. Ein bisschen Wehmut kam dann bei der Verabschiedung schon auf, gerade jetzt wo doch die Fasnacht vor der Türe steht. Aber dies verging schnell, als wir weiter südlich von Playa del Carmen die wunderschönen Sandstrände, mit dem türkisblauen Meer sahen. Sofort packten wir unsere Schnorchelausrüstung aus und verbrachten super Momente mit riesigen Schwärmen von tropisch farbigen Fischen entlang des Riffs. An einem Morgen waren wir sogar die Glücklichen und durften einer Meeresschildkröte in den Korallen zuschauen.
Praktisch die ganze Westküste, von Cancun bis runter nach Tulum ist geprägt von all-inklusive Hotelanlagen. Unvorstellbar, dass es vor nur rund fünfzig Jahren keine einzige Strasse auf der Yucatánhalbinsel gab und in der Zwischenzeit schon fast alles verbaut ist. Das mexikanische Flair mit den Strohhüttchen unter den Palmen geht leider immer mehr verloren. Einmal verbrachten wir ganze vier Stunden mit der Suche nach einem Campingplatz, bis wir erfuhren, dass auch dieser einem riesigen Hotel Platz machen musste. Je weiter wir aber Richtung Süden fuhren, wurde es immer ruhiger und gelassener. Und hier an unserem einsamen Strand, unterhalb von Tulum geniessen wir das unbeschwerte Leben zusammen mit den beiden Österreichern.
Reaktionen
19:23 Uhr
Heieiei, diä schünä Bilder, da könnte einen, um ehrlich zu sein, schon auch das Fernweh packen. Sehr schöner Bericht und wenn man plötzlich Oesterreicher trifft, dann muss es ja einfach gemütlich werden, oder?
19:40 Uhr
Danke, danke! Ja mit den beiden Österreichern ist es wirklich lustig, nur schon ihr Dialekt bringt uns zum Lachen.
Gestern haben wir zu viert Coco - Boccia (Boccia mit Kokosnüssen) gespielt, Schweiz gegen Österreich, ganz im Stil der olympischen Spiele. Schweiz führt natürlich mit 8:4 :-)
Gruss an alle zuhause
19:42 Uhr
Da kommen alte Erinnerungen auf. Klasse, dass auch Ihr den Strand geniessen könnt. Gibt es einen schöneren Ort zum Warten ;o)
Liebe Grüsse von Wartenden zu Wartenden ;o)
Markus und Sonja
15:17 Uhr
Hallo ihr Lieben, ich danke euch für die wunderbaren bilder und den tollen reisebericht. Gerne würde ich auch dort sein. Liebe Grüsse von uns allen. Margrit
16:51 Uhr
Ganz härzlichä Dank für eueri interessante Pricht und diä wunderschüne Bilder. Mier warten immer mit Schpannig uf eueri Neuigkeitä. Vu Wärmi und Schtrand chün mier z Heiligchrüz nu träume. Defür hin mier Schnei und supergueti Piste am Pizoul. Z Trudi hätti di letschtä Täg au Müeh ka mit der Oubergass, es wär worschinli bem Schtall unde schtuu blibä. Hinds witer guet und liäbi grüess
Margrit und Erwin
19:54 Uhr
Hallo ihr zwei süßen Schweizer Nachbarn!
Noch mal, super euch getroffen zu haben und Gratulation zu eurer tollen Webseite “bist du Deppat - Net schlecht” - war eine wirklich lustige Zeit mit euch abzuhängen. ach ja übrigens das mit dem CoCo-Botscha können wir ja fast nicht auf uns Sitzten lassen - da gibt es noch eine Revenge irgendwo im “Santa Niergendwo” :-) - weiterhin wünschen wir euch noch eine super tolle Weiterreise und eine Handbreit Sand unter den Reifen.
die Roasaden
Romana & Stefan
18:57 Uhr
Ja, Chichén Itzà möcht i au mol no live gseh, wia au Teotihuacàn. Dia mittelamerikanische Pyramide sind scho interessant. Nimme aber ah, Bluatflecke hets kei me druf…smile.
12:54 Uhr
Habe Stefan und Romana im Frühjahr in Tulum getroffen wir kennen uns von Lanzarote ich hoffe es geht ihnen gut, leider ist ihre webpage “auf der roas” nicht aktiv.
Ihr habt tolle Bilder und Eindrücke gesammelt die Euch sicher ein Leben lang begleiten werden. Wünsche Euch alles Gute für die weitere Reise und passt auf Euch auf.
Karl Heinz
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