Fahrzeug Ausbau
13:00 Uhr
Weil wir unser eigenes Fahrzeug auf unsere Panamamericana Reise mitnehmen, sollten wir's dort drin auch dementsprechend gemütlich haben. Den Ausbau bei einer Firma in Auftrag geben, kam für uns nicht in Frage, deshalb versuchten wir auf eigene Fäuste etwas zusammenzubasteln.
Die Ziele des Ausbau's waren schnell festgelegt. Die Kosten für Material müssen gering gehalten werden, der Bau sollte relativ einfach gemacht werden können und jeder kleinste Platz muss ausgenutzt werden. Wir wollen im Fahrzeug auch eine Schlafmöglichkeit haben, damit wir uns in Städten schnell verkriechen können und nicht noch zuerst unser Dachzelt im Stadtpark aufstellen müssen. Ebenfalls sollte unsere Ausrüstung wie Wassertank, Kocher, Solarbatterie, Feuerlöscher usw. ihr Plätzchen bekommen. Mit diesen Vorgaben machten wir uns also an die Arbeit.
Nun, wie macht man überhaupt solch einen Ausbau? Das A und O ist sicherlich die Planung zu Beginn. Da ich zu meinen früheren Zeiten bereits mit 3D Sachen zu tun hatte, habe ich ein Modell mit Cinema 4D ausarbeitet. Eine Planung mit einem 3D Programm ist um einiges leichter als mit Skizzen auf Papier. So kommen schnell mal diverse Platzprobleme zum Vorschein, auf welche man nie und nimmer mit Papierskizzen darauf gestossen wäre. Auf jeden Fall hat sich dieses Vorgehen bewährt. Es entstand ein ansprechendes Modell welches funktionell unseren Bedürfnissen entsprach.
Wir machten uns mit unseren Massen auf die Socken um das geeignetste und kostengünstigste Baumaterial zu suchen. Sperrholz war unsere Wahl, da dieses Material einfach zu verarbeiten, wiederstandsfähig, feuchtebeständig und billig ist. Im Jumbo haben wir unsere Masse gerade zuschneiden lassen können. So konnten wir später mit unserem "Möbel-Puzzle" beginnen.
Das Bauen der einzelnen Möbelstücke in unserer Garage ging relativ zügig. Mit Hilfe der top ausgerüsteten Werkstatt meines Vaters konnten wir sehr effizient arbeiten und wir mussten nicht dauernd irgendwelchen Werkzeugen hinterherrennen. An einem Samstag haben wir alle Elemente zusammengeschraubt und in unserem Toyota Landcruiser installiert. Die Planung zu Beginn des Projektes hat sich bewährt, es enstanden wenige Fehler die wir im Nachhinein ausbügeln mussten.
Zurzeit sind wir noch an einigen Feinarbeiten wie Strom, Licht, Solarpanel und Dachständer beschäftigt. Es sollte aber nichts mehr im Wege stehen, dass wir unser Fahrzeug im Juni verschiffen können.
Für die guten Tipps, für das Auslehen von Maschinen, für Materialien und sonstige Unterstützungen möchten wir uns bei allen Beteiligten herzlich bedanken. Allen voran sind dies meine Eltern Ignaz und Agnes, unser Autoexperte Kevin, die Familie Meier mit Urs, Dolores und Michi und unser Nachbar Orlando.


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