Wells Gray, Kanada
 
 
 
Landesflagge

Kanutrip in Wells Gray

 
Freitag, 21. August 2009
09:00 Uhr
Unser eigener Sandstrand

Nach einigen wunderschönen Klettertagen in Spillimacheen und Jasper verliessen wir die Rocky Mountains bereits wieder, um einen 2-Tages Kanutrip in Wells Gray zu machen. Der Provincial Park mit seinen Seen bietet ideale Voraussetzungen für Mehrtagesausflüge mit Kanu und Kayak.

Am Morgen angekommen, infomierten wir uns über die verschiedenen Campingmöglichkeiten entlang des ca. 20km langen Sees. Wir entschieden uns für eine vierstündige Paddeltour zum Ivor-Camping, wo wir dann im Zelt übernachteten. Nach ein paar Steuer- und Taktschwierigkeiten zu Beginn, hatten wir die Technik draussen und wir paddelten wie wild auf unser Tagesziel los. Um Ausblick auf den Seeauf dem Hinweg unsere übersäuerten Paddel-Arme ein wenig auszuruhen, machten wir auf halbem Weg eine zweistündige Wanderung auf einen Aussichtspunkt, wo man den ganzen See überblicken konnte. Die Aussicht dort oben war wunderschön.

Zurück im Kanu und zwei Stunden später, kamen wir endlich erschöpft bei unserem kleinen Strändchen an, zogen unser Gefährt an Land und richteten unser Zelt ein. Wie schön, wir waren die einzigen die dieses schöne Plätzchen für diese Nacht aussuchten! Alle Andern waren zu faul und setzten auf die dreistündige Tagestour. Während dem Auspacken unserer Rucksäcke mussten wir feststellen, Wie verrückt paddelndass wir unser Feuerzeug für den Kocher vergessen hatten. Super, wir hatten nur eine Fertigpackung Teigwaren dabei, die wir mit heissem Wasser aufkochen sollten. Weit und breit waren keine Kayakers zu sehen, welche uns mit Feuer aushelfen konnten und somit mussten wir nach Alternativen suchen, um nicht mit Kaltwasser unsere Nudeln "kochen" zu müssen.

Als Erstes kam uns die Möglichkeit in denn Sinn, mit Steinen Funken zu erzeugen um damit das Gas unseres Kochers zu entzünden. Der Kocher liess sich aber von den kleinen Fünkchen nicht beeindrucken. Eine andere Idee musste her und ich erinnerte mich an früher, als ich mit einer Lupe und mit Hilfe der Sonne Papier entfachen konnte. Hey, ich hatte ja ein Objektiv von meiner Kamera dabei, das könnte funktionieren! Doch leider hatte ich nur ein Weitwinkel mit geringer Brennweite, welches für dieses Vorhaben eben gerade nicht geeiget ist. Okay, wir probierten dann auch noch die Holz-Reib-Methode aus, die wir aus den Science Fiction Filmen kennen. Nach einem kleinen Räuchchen ging uns aber immer die Puste aus. Marion hatte sich bereits auf ein kaltes Abendessen eingestellt, als mir noch eWir haben Feuer gemacht!ine vierte, aber eher unwahrscheinlichere Variante in den Sinn kam. Wir fingen an, nach einem verlorenem Feuerzeug an den alten Feuerstellen zu suchen. Und siehe da, ein abgebrochener Streichholzkopf lag auf dem Boden. Unsere letzte Hoffnung! Leider fehlte das Schächtelchen mit der Reibfläche dazu... Doch mit einem Stein mit ähnlicher Oberfläche und mit einem quäntchen Glück brachten wir das kleine Hölzchen zu entfachen. Wir kamen uns vor wie im Film "Cast Away", als Tom Hanks Feuer machen konnte und wir waren schon ein bisschen stolz darauf, dass wir es endlich, nach ca. 2 Stunden geschafft hatten.

Der Tag war voller Aufregung und so durfte das kleine Gewitter bei Abenddämmerung auch nicht fehlen. Am folgenden Tag paddelten wir wieder den ganzen Weg zurück zum Ausgangspunkt. Der Kanutrip mit dem Glasklaren Clearwater See, war definitiv ein Highlight auf unserer bisherigen Reise.

 

Reaktionen

07. September 2009
08:39 Uhr
Diana

Eifach köstlich der Bricht über z’Füür mache. Ganz liabi Grüess, Diana

 
 

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