Iguazu Wasserfälle, Argentinien
 
 
 
Landesflagge

Unsere letzten Schritte in Südamerika

 
Sonntag, 17. April 2011
19:14 Uhr
Gigantische Wasserfälle

Nach unserem tollen Trip zur Antarktis ging es bei uns in erster Linie darum, unsere Heimreise und die Rückkehr in die Schweiz zu organisieren. Neben den über 3000 Kilometern, die wir von Ushuaia nach Buenos Aires zurücklegen mussten, organisierten wir die Verschiffung unseres Fahrzeuges nach Europa. Zusätzlich schauten wir uns nach Jobs und einer neuen Wohnung um. Doch neben dem Organisieren hatten wir noch einige Pläne, welche wir zum Ende unserer Reise noch machen wollten.

Península Valdés

Keine Jagd am StrandAls Abwechslung zur täglichen Fahrerei, besuchten wir auf halber Strecke nach Buenos Aires die Península Valdés, wo gerade Orca-Saison war. Der Strand von Punta Norte ist einer von zwei Orten auf der Welt, wo grosse Schwertwale direkt an den Strand kommen, um Seelöwenbabies zu jagen. Um das Spektakel zu sehen, braucht man jedoch jede Menge Glück und die Attacken der Orcas sind nur bei Flut möglich. So machten wir uns jeweils morgens auf den Weg, um den 80km entfernten Strand zu erreichen. Da es keine Möglichkeit gab, direkt am Ort zu übernachten, mussten wir täglich die gesamte Strecke nach Puerto Piramides zurückfahren. Leider wollte es dieses Mal nicht sein und so gaben wir nach vier aufeinander folgenden Tagen auf, natürlich auch aus ökologischen Gründen.

GürteltierEin paar Tage später erhielten wir ein Email von Jeff und Kari, einem Paar aus den USA, die wir auf der Antarktis-Expedition kennenlernten. Unglaublich, sie hatten das Spektakel der Jagd am Strand live mitverfolgen können, sogar an zwei nacheinander folgenden Tagen, kurz nachdem wir weiterreisten! Diese Nachricht hat uns natürlich schon ein bisschen gewurmt, aber gleichzeitig freuten wir uns für die Beiden und wir waren sehr beeindruckt von ihren tollen Bildern.

Treffen mit Angi und Philipp

Philipp und AngiIn Buenos Aires angekommen, suchten wir zuerst einmal vier Stunden nach einem sicheren Parkplatz für's Trudi. Anschliessend machten wir uns sofort auf den Weg, um unsere guten Freunde aus Mels, Angi und Philipp, zu treffen. Wir hatten die Beiden fast zwei Jahre nicht mehr gesehen und sie befanden sich gerade in Buenos Aires, da sie dort ihre Südamerikareise starteten. Wir verbrachten zwei tolle Tage zusammen und wir hatten uns sehr viel zu erzählen. Angi und Philipp reisten nach unserem Treffen weiter in den Süden von Argentinien, während wir noch etwas Wichtiges zu erledigen hatten, unsere Verschiffung.

Bye bye Trudi - ab nach Hamburg

AbendstimmungDa wir unser geliebtes Trudi unbedingt mit nach Hause nehmen wollen, verschifften wir unser Auto anfangs April von Buenos Aires nach Hamburg. Wir verriegelten und verschraubten den hinteren Bereich des Fahrzeuges komplett, da eine Verschiffung mit der Fähre (RoRo) nicht so sicher ist, wie eine Kontainerverschiffung. Vielfach werden während der Reise Fahrzeuge aufgebrochen, wobei Inhalte abhanden kommen. Wir hoffen nun, dass alles reibungsfrei verläuft und wir das Auto mit all unseren Sachen in Hamburg entgegennehmen können.

Der Papierkram und die Zollangelegenheiten in Buenos Aires verliefen einwandfrei und so hatten wir innert einem halben Tag alle Formalitäten abgeschlossen und unser Fahrzeug für den Transport abgegeben. Im Gegensatz zu unserem zweiwöchigen Zollmarathon in Lima, ein Pipifax.

Esteros del Iberá Naturreservat

Kaiman ganz nahOhne Auto waren wir gezwungen, wieder einmal mit dem Rucksack weiterzureisen. Wir buchten unseren Flug von Sao Paulo nach Hamburg, da wir während der Verschiffung unbedingt die Iguazú Wasserfälle besuchen wollten. Unser erster Stopp machten wir aber etwas früher, im Esteros del Iberá Naturreservat, einem Jeff und KariSumpfgebiet im Nordosten von Argentinien. Die zwei Amerikaner, Jeff und Kari begleiteten uns zum grössten Schutzgebiet von Argentinien. Wir haben sie in Buenos Aires wieder getroffen und entschieden, zusammen weiterzureisen.

Im Reservat unternahmen wir eine typische Pampatour, wo wir mit einem kleinen Boot entlang des Ufers nach Tieren Ausschau hielten. Die Artenvielfalt im Iberá ist atemberaubend und so erblickten wir während den gut zwei Stunden Fahrt unzählige Tiere, wie Kaimane, Wasserschweine, Otter, Sumpfhirsche und eine unglaubliche Vielzahl an Vögeln.

Reiten im SumpfgebietAm zweiten Tag besuchten wir einen typisch argentinischen Bauernhof. Wir stellten unsere, in Bolivien erlernten Reitkünste unter Beweis und ritten zu fünft durch die Pampa des Iberá Reservates. Unser Führer Antonio, ein argentinischer Gaucho schreckte vor nichts zurück und zerrte uns durch tiefe Sümpfe im pferdhohem Gras. Bei unserem Gaucho-Tag durften natürlich auch das Lasso werfen und eine typische Grillade, ein "Asado" mit viel Fleisch nicht fehlen.

Iguazú Wasserfälle

Tolle AussichtUnser allerletzter Stopp unserer Reise machten wir bei den gigantischen Iguazú Wasserfällen. Die Fälle bestehen aus 20 grösseren, sowie 255 kleineren Wasserfällen, mit einer Ausdehnung von 2,7 Kilometern. Über die grössten Wasserfälle der Welt fliessen in der Regenzeit bis über 7000m³ Wasser pro Sekunde. Ein Naturschauspiel das man nicht mit Worten und Bildern festhalten kann. Wir besuchten während drei Tagen die argentinische, sowie auch die brasilianische Seite, sodass wir die ToucanWasserfälle von ganz nah und auch in der Panoramaansicht bestaunen konnten. Und wir kamen vom Staunen nicht mehr heraus!

Nun geht's aber definitiv nach Hause, in unsere Heimat, die Schweiz.

Bis bald!

 

Reaktionen

22. April 2011
10:19 Uhr
Paul Grieder

Besten Dank für die tollen Berichte. Wir wünschen Euch einen guten Start in der Schweiz.
Wir starten eine ähnliche Reise am 5. Mai in Halifax und sind ungefähr 2 Jahre unterwegs. Vielleicht brauchen wir einmal Eure Hilfe.
Machets guet   Elsbeth und Paul

25. April 2011
16:55 Uhr
Landolt Marianne

Hey Marion, wow jetzt ist euer Abenteuer tatsächlich zu Ende gegangen! Vielen lieben Dank für all eure reiseberichte. Ich hab mich immer mega darauf gefreut und sie mit viel Interesse gelesen. Würd mich freuen, dich in der Schweiz wieder mal zu sehen. Wo werdet ihr wohnen, arbeiten? In GL sind einige Stellen frei, falls Du zurückkommen möchtest ;-))  Marian

26. April 2011
06:51 Uhr
Sarah + Patrick

Hallo Zusammen
Ganz herzlichen Dank für all eure spannenden Reiseberichte mit den tollen Fotos! Aber jetzt freuen wir uns natürlich auf ein Wiedersehen in Heiligkrüz! Gute Rückreise und bis bald Sarah + Patrick

20. Mai 2011
02:32 Uhr
morgenfahrt

Halo ihr zwei, während ihr wieder in der Schweiz seid, sind wir nun unterwegs von Nord nach Süd. Wir konnten viel von euren Links und Infos profitieren und doch ändert sich alles. Wir werden sobald Muse und Zeit unsere Erfahrungen und Infos auf unserer Webseite (http://www.morgenfahrt.ch) festhalten. Im Moment haben wir Wetterglück und sind in Ontario Thunder Bay. Nochmals herzlichen Dank für eure Infos und einen guten stressfreien Start in der Schweiz.
Liebe Grüsse aus Canada Yvonne und Daniel

 
 

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