Yellowstone Nationalpark, USA
 
 
 
 

Wissen

Hilfreiche Informationen über unsere Panamericana Reise

 

Über uns und unsere Reise

Wer zum Geier ist Trudi?

Trudi ist eine etwas übergewichtige, hoffentlich zuverlässige alte Dame, die uns während unserer Reise begleiten wird.

Wie lange geht ihr auf Reisen?

Wir haben einmal 11/2 Jahre geplant. Es können aber auch nur ein halbes Jahr oder auch zwei Jahre sein, da sind wir recht flexibel. Wir haben gar nichts geplant.

Welche Route habt ihr geplant?

Unsere Route ist nur sehr grob geplant. Der Start unserer Reise ist in Halifax, da wir dort unser Fahrzeug abholen. Dann werden wir Mario's Onkel Joe besuchen, der eine Stunde von Montreal entfernt wohnt. Anschliessend geht's in den Westen in die Rocky Mountains und nach Vancouver (Island). Dann wollen wir eigentlich mehr oder weniger alles der Westküste entlang auf der Panamericana nach Süden fahren, mit Zwischenstops im Crand Canyon, in Baja California, den Galapagos Islands und eventuell auf der Antarktis (falls wir es bis dorthin schaffen).

Die zehn wichtigsten Dinge, an die man denken sollte

  1. Langsam reisen = günstiger reisen
  2. Auto auch mal länger stehen lassen und Rucksack packen, tolle Abwechslung!
  3. Bild dir deine eigene Meinung!
  4. Nimm dir die Zeit
  5. Nicht zu viele Fixpunkte festlegen, schränkt ein und verursacht nur Stress
  6. Gabelflüge mit längerem Zwischenstopp sind billiger.
  7. Beachte die Jahres- und Regenzeiten

Liste wird laufend aktualisiert... ;-)


Hilfreiche Informationen

Zahlungsmittel

Kreditkarten

Gebühren sind relativ hoch, jedoch haben sie wohl das beste Netz in Nord- und Südamerika.

Travelcash

Die Travel Cash Card von Swiss Bankers ist extra für Reisende gedacht und ist eigentlich eine Zwischenlösung der beiden oben gennanten Karten. Die Gebühren sind nicht ganz so hoch wie bei den Kreditkarten, die Netzabdeckung soll aber anscheinend ähnlich wie jene von Mastercard sein. Die Travel Cash Card ist eine Prepaid Karte, d.h. man muss zuerst seine Karte aufladen und kann diese nicht überziehen.

Das Aufladen ist eigentlich nur bei PostFinance sinnvoll. Dort kann man per E-Banking Geld auf die Karte transferieren. Bei anderen Anbietern muss man jeweils in die Schweiz telefonieren, was sehr umständlich ist. Es gibt auch Karten in US Dollar, je nach dem wie man es mit den Wechselkursen handhaben will.

Cirrus Karten

In Nord- und Südamerika besteht aber meistens die Möglichkeit, mit einer normalen EC Karte (Cirrus) Geld abzuheben. Die Gebühren sind im Gegensatz zu den anderen Zahlungsmitteln günstig. In Kombination mit einer Kreditkarte als Backup, wohl die beste Variante.

Kochen mit Gas

Wir haben in den USA einen Coleman Kocher mit einer kleinen Gasflasche gekauft. Zum Auffüllen der Gasflasche in Zentral- und Südamerika passt der Anschluss der Flasche natürlich meistens nicht mehr. Nun gibts es eine einfache Möglichkeit, dies zu umgehen. Wenn wir keinen Gashändler mit entsprechendem Anschluss finden, dann finden wir bestimmt welche, die unsere Flasche von einer grösseren Flasche aus umfüllen (Gas ist in der Flasche flüssig und fliesst dementsprechend von der oberen Flasche zur unteren). Dazu empfiehlt sich den eigenen Schlauch ausseinanderzuschneiden und mit Briden und einem Zwischenstück wieder zusammenzuflicken. So kann hat man ein Schlauchende, um die eigene Flasche, direkt mit den einheimischen Flaschen zu verbinden.

Schlauch zusammengeflickt Ami Anschluss

 

 

Carnet de Passages

Ein Carnet de Passages, das Zolldokument vom TCS, ist in Nord-, Mittel- und Südamerika schlichtweg überflüssig!

Auf unserer Panamericanareise (2009-2011) ist es eher ein Hinderniss als eine Erleichterung. Entweder kennen es die Zollbehörden nicht oder es ist für sie viel zu kompliziert, die Daten in ihren Systemen einzugeben.

Dazu kommt, dass das Dokument einfach viel zu teuer ist.

Krankenversicherung

Solange man erwerbstätig ist, ist man auch gegen Unfall vom Arbeitgeber versichert. Diese Versicherung bleibt 30 Tage über das Kündigungsdatum bestehen. Danach kann man für max. 6 Monate eine Abredeversicherung abschliessen. Diese Versicherung hat zum Vorteil, dass bei einer Invalidität durch Unfall Taggeld ausbezahlt wird.

Wer sich abmeldet, wird von der obligatorischen Krankenkasse nicht mehr versichert. Daher mussten wir nach anderern Lösungen suchen. Bei der CSS gibt es die Möglichkeit eine Auslandschweizerversicherung (IHP) abzuschliessen. Wir haben auch weitere internationale Angebote angeschaut, wie zum Beispiel: IPH, ADAC und IHI.

Eti Schutzbrief

Damit der Eti Schutzbrief abgeschlossen werden kann, sind folgende Bedingungen wichtig:

  • Kontaktadresse in der Schweiz
  • Mitglied einer schweizer Krankenkasse
  • Nirgens im Ausland angemeldet

Wichtig ist, dass der Eti-Europa auf weltweit erweitert wird. Dieser hat solange seine Gültigkeit, wie der Eti-Europa gültig ist. Danach kann er problemlos verlängert werden.

Fahrzeugverschiffung

Das Fahrzeug kann entweder per RoRo (Roll on, Roll off Fähre) oder per Kontainer verschifft werden. Die Kontainer - Variante ist eher teurer, dafür sicherer, die RoRo - Variante ist billiger jedoch hat diese auch zwei grosse Nachteile. Bei RoRo muss man den Fahrzeugschlüssel abgeben, Ware kann somit schnell mal geklaut werden. Das Fahrzeug müsste mit RoRo eigentlich leer abgegeben werden, d.h. alles Material muss zusätzlich per Flugzeug transportiert werden, was wiederum Kosten verursacht.

Wir haben uns in Foren eingetragen und im Gobetrotter inseriert, um einen Kontainerpartner zu suchen. Das Teilen eines Kontainers bedeutet auch ein Teilen der Kosten. So kann man einen grösseren 40 Fuss Kontainer nehmen, wo zwei Fahrzeuge Platz haben. Ein grosser Kontainer ist nicht viel teuerer (ca. 500 CHF) als ein kleiner StandardKontainer, womit wir schlussendlich beim Preis von RoRo sind, jedoch mit der sicheren Variante. Wir haben tatsächlich einen Kontainerpartner gefunden, mit denen wir die Kosten teilen können. Den Kontainer können wir auch ab Basel nehmen, was viel einfacher ist, da wir nicht extra noch nach Bremerhaven fahren müssen, um unser Fahrzeug zu verladen.


Und hier noch ein kleiner Glossar und hilfreiche Infos für eine Kontainerverschiffung:

Customs Broker / Agente de Aduana
Eine Firma, die einem mit Papierkram behilflich ist, gilt für Start- wie auch Zielhafen.

FCL / LCL
Full container load (FCL) bedeutet, dass der ganze Kontainer nur von deinen Sachen gefüllt wird. Less than full container load (LCL) bedeutet, dass du den Kontainer mit anderen Leuten teilst, die du wahrscheinlich nicht kennst. Bei LCL wird ein grösserer administrativer Aufwand benötigt, deshalb ist es (trotz dem prozentualen Kostenanteil des Kontainers) meistens teurer.

BOL oder auch B/L
Bill of Lading oder in deutsch Konnossement, ist der offizielle Schiffsfrachtbrief, der von der Reederei ausgestellt wird. Dieses Dokument ist für den Zoll und die Reederei selber heilig. Ohne das Originaldokument passiert meistens nichts beim Zoll.

Declaración Jurada
Ist ein Dokument (von uns selbst erfasst) welches das Fahrzeug mit Modell, und VIN Nummer deklariert. Weiters wird meistens auch der Wert des Fahrzeuges deklariert.

High Cube Container
Ein HC Kontainer kostet meistens gleich viel wie ein Standardkontainer. Einfach eine Offerte für einen Standardkontainer anfordern und anschliessend fragen, ob ein High Cube auch möglich ist.

Fahrzeugversicherung

Wir haben eine Autohaftpflicht für Nord-, Mittel- und Südamerika bei K.H. Nowag abgeschlossen. Einige Länder sind bei dieser Versicherung jedoch ausgeschlossen. Dies sind Belize, Costa Rica, Nicaragua, Kolumbien und Mexico, sowie Staaten gegen welche die USA Sanktionen und Handelssperren bestehen hat. Bei diesen Ländern muss vor Ort eine Versicherung abgeschlossen werden.

K.H. Nowag Versicherungen
Rieslingstrasse 40
65207 Wiesbaden
Tel: ++49 / 612 21 56 46
E-Mai: (Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen)

Anscheinend kann seit 2010 auch bei der Schweizer Mobiliar eine weltweite Autohaftpflicht abgeschlossen werden.

Wohnsitz abmelden, ja oder nein

Bei einer Reise, die länger als ein Jahr dauert, ist es grundsätzlich sinnvoll, sich vom Wohnsitz abzumelden. So hat Mario keine Militärverpflichtung und die Steuern können wir uns auch sparen. Eine Abmeldung vom Wohnsitz hat aber auch zur Folge, dass man bei den meisten obligatorischen Krankenkassen nicht mehr versichert wird. Wir haben verschiedene internationale Angebote angeschaut, haben uns schlussendlich aber für die Auslandschweizerversicherung IPH bei der CSS entschieden.

Visum

In den meisten Ländern kann man sich für maximal 3 Monate aufhalten. Da wir kein Weiter- oder Rückflugticket besitzen ist ein Visum für die USA zwingend notwendig. Für die Einreise nach Kanada (max. Aufenthaltsdauer 6 Monate) brauchen wir kein Visum, auch wenn wir kein Rückflugticket haben.

Budget zum Machu Picchu

(Stand 1. September 2010)

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten auf den Machu Picchu zu gelangen. Entweder man nimmt den überteuerten Zug (142 USD ab Cusco) oder man wandert bis zu den Ruinen. Bei den Wanderungen gibt es neben dem Inkatrail und seinen Alternativen noch eine Budget-Möglichkeit, welche man ohne Tour machen kann:

Tag 1 - Anreise

  • Bus von Cusco oder Urubamba nach Quillabamba, in Santa Maria aussteigen, 10-20 Soles (10 ohne Sitzplatz), ca. 5h; ersten Bus erwischen, damit man vor dem Eindunkeln in Aguas Caliente ankommt!
  • Shuttle nach Santa Theresa, 10 Soles, ca. 1 1/2h; Es gibt anscheinend auch einen Bus, Shuttle ist aber schneller.
  • Je nachdem umsteigen in einen anderen Shuttle bis zum Wasserkraftwerk, 3 Soles, ca. 30min; Laufen ca. 2-3h
  • Von Wasserkraftwerk nach Aguas Calientes wandern in gut 2h. Alles auf dem guten Wanderweg entlang der Geleise. Es gibt auch die Möglichkeit, für 8 USD den Zug zu nehmen, Abfahrt ca. 16:00 Uhr. Um die Füsse zu schohnen, bei Puente Ruinas (erster Bahnhof) rechts die Treppen runter gehen, sodass man entlang des Flusses, die restlichen 15min ins Dorf auf der Schotterstrasse gehen kann. So kann man auch die beiden Tunnels umgehen.

Tag 2 - Machu Picchu

  • Um 4:45 Uhr öffnet die Brücke (Puente Ruinas) zum Machu Picchu Wanderweg; Ticket muss vorgewiesen werden
  • In ca. 45min - 1h gelangt man über steile Treppen zum Haupteingang des Machu Picchu
  • Der erste Bus fährt um 5:30 Uhr im Dorf los und hat ca. 25min bis zum Eingang.
  • Bei Regen Geduld haben und warten, denn häufig wirds am Nachmittag besser und die vielen Leute sind dann auch gegangen.

Tag 3 - Rückreise

  • Am frühen Morgen zurück zum Wasserkraftwerk entlang der Geleise wandern, 2h
  • Vom Wasserkraftwerk entweder nach Santa Theresa wandern (2-3h) oder häufig wartet ein Shuttle bzw. kommt evtl. entgegen, 3-4 Soles
  • Shuttle von Santa Theresa nach Santa Maria, 10 Soles (ist verhandelbar)
  • Bus nach Urubamba / Cusco, 10-20 Soles (10 ohne Sitzplatz)

Der Eintritt in den Machu Picchu Nationalpark kostet aktuell, für Peru gigantische 126 Soles, umgerechnet etwa 46 CHF pro Person.